Inneres Kind

Sexueller Missbrauch - Schritte zur Heilung

Sexueller Missbrauch in der Kindheit – Schritte der Heilung

Wenn Du gerade dein Eindruck hast, dass Dir Dein Leben aus den Händen gleitet oder Du den Boden unter den Füßen verlierst, weil sexueller Missbrauch aus Deiner Kindheit sich in Dein Bewusstsein drängt, soll dieser Beitrag Dir aufzeigen, wie Du Einfluss auf die belastende Situation nehmen kannst. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, die Folgen von Missbrauch aufzuarbeiten. Aber sei Dir gewiss, es lohnt sich. Es ist um ein Vielfaches schwerer, weiter damit zu leben.

Sexueller Missbrauch in der Kindheit führt zu einem schweren Trauma, dass Dein Leben bewusst oder unbewusst in allen Lebensbereichen beeinflusst. Auf meiner Infoseite Traumaheilung habe ich acht Einflussfaktoren zusammengefasst, die für die Traumaheilung maßgeblich sind. Um von den Wunden sexueller Übergriffe zu heilen, sind jedoch teilweise andere oder zusätzliche Schritte notwendig. Im Folgenden habe ich vier Schritte herausgearbeitet, die mir geholfen haben und auch Dir helfen können.

1. Akzeptanz

Wenn Du sexuellen Missbrauch in Deiner Kindheit überlebt hast, kannst Du unheimlich stolz auf Dich sein. Es gibt keinen Grund, dies zu verstecken, vor allem nicht vor Dir selbst. Der erste Schritt zur Heilung besteht darin, Dir selbst zu glauben, dass der Missbrauch wirklich stattgefunden hat und dass er Dich nachhaltig verletzt hat. Du wirst nicht heilen, wenn Du selbst leugnest, dass es so war.
Zu akzeptieren, dass es tatsächlich passiert ist, legt den Grundstein für Deine Heilung. Es ist der wichtigste Schritt und gleichzeitig auch mit der Schwerste. Aber warum fällt dieser Schritt so unsagbar schwer?

Wir können uns nicht bewusst an den Missbrauch erinnern.

Zu vergessen ist eine der häufigsten und wirkungsvollsten Methoden, mit denen Kinder auf sexuellen Missbrauch reagieren. Aber auch wenn Du keine Erinnerungen hast, so gibt es einen Teil in Dir, der um die Wahrheit weiß. Wenn vieles in Deiner Gefühls- und Erlebenswelt darauf hindeutet, dass Du als Kind sexuellen Übergriffen ausgeliefert warst, dann darfst Du jetzt anfangen, Deinen eigenen Wahrnehmungen zu vertrauen.

Sexueller Missbrauch - Fehlende Erinnerungen

Ich selbst konnte mich lange Zeit nicht an den Missbrauch in meiner Kindheit erinnern. Jedoch begleitete mich in meinem Leben eine anhaltende traurige Grundstimmung. Außerdem haben mich mein Verhältnis zu meinem Körper, zu Nähe und Sexualität sowie sich immer wiederholende Muster in zwischenmenschlichen Beziehungen vermuten lassen, dass irgendetwas mit mir nicht stimmte.

Dass ich selbst betroffen bin, verstand ich erst durch die zunehmende Beschäftigung mit dem Thema Missbrauch. Als es dann beim Sex zu emotionalen und körperlichen Flashbacks kam, konnte ich es nicht länger leugnen. Ich musste akzeptieren, dass es passiert ist. Ich wurde als Kind sexuell missbraucht.

Wir verharmlosen, was uns passiert ist

Einige Überlebende erinnern sich an die sexuelle Gewalt, die sie erfahren haben aber sie bagatellisieren die Erfahrungen. Vielleicht ergeht es auch Dir so. Du vergleichst Dich mit anderen, denen vermeintlich schlimmere Dinge widerfahren sind und wertest dadurch Deine eigene Erfahrungswelt ab. Womöglich gibst Du Dir sogar selbst die Schuld und triffst Äußerungen, die so oder ähnlich lauten könnten:

    • Ich lebe ja schließlich noch.
    • Es tat mir ja nicht wirklich weh.
    • Ich wurde ja nicht vergewaltigt, sondern nur gestreichelt.
    • Ich hätte halt nicht kuscheln oder mich auf den Schoß setzen sollen.
    • Alle Kinder wurden früher ausgeschimpft, wenn sie sich an ihren Genitalien berührt haben.

Es ist wichtig zu begreifen, dass Du als Kind niemals Schuld daran hattest, wenn ein älteres Kind oder ein Erwachsener sexuelle Handlungen vor, an oder mit Dir verübt hat. Du trägst nicht die Verantwortung für diese Taten, sondern einzig und allein der oder diejenige, der sie ausgeführt hat.

Vielleicht hat man Dir gesagt, Du sollst Dich nicht so anstellen oder das das doch alles halb so wild ist. Indem Du das Dir Widerfahrene jetzt bagatellisierst, gehst Du womöglich genauso mit Dir selbst um, wie damals mit Dir umgegangen wurde.

Wir leugnen den Missbrauch

Wenn Du den Missbrauch Dein Leben lang verdrängen musstest, ist es normal, dass Du von Zeit zu Zeit an Deiner Erfahrung zweifelst. Der seelische Schmerz, der mit der Akzeptanz verbunden ist, erscheint zu groß. Vor allem dann, wenn der Täter oder die Täterin ein Familienmitglied ist oder Dir sehr nahe steht.

Ein Teil von uns will nicht wahrhaben, dass die Menschen, die wir so lieben, uns so schlimme Dinge angetan haben. Aber wenn wir die Tat leugnen, verlängern wir nur unseren Leidenszustand. Gelegentlich zu zweifeln, weil die Erinnerungen schmerzhaft sind, ist normal, aber das bedeutet nicht, dass der Missbrauch nicht geschehen ist.

Jemand hält sich selbst

Wir fürchten die Konsequenzen der Akzeptanz

Die Verwirrung als Folge von sexuellen Übergriffen bei Kindern zeigt sich sehr deutlich an der Angst, den Täter oder die Täterin zu Unrecht anzuklagen. Wir schämen uns überhaupt darüber nachzudenken und versuchen die Täter sogar zu schützen. Manchmal auch, weil wir befürchten, dass der Kontakt zu dieser Person dann leidet.

Dabei handelt es sich um gut funktionierende Überlebensmechanismen. Den Täter oder die Täterin zu schützen und die Aufrechterhaltung der Illusion eines harmonischen Miteinanders erscheinen kurzfristig betrachtet leichter zu sein, als die schmerzhafte Realität zu akzeptieren, geschweige denn auszusprechen.

2. Das Schweigen berechen

Der zweite wichtige Schritt zur Heilung des Missbrauchs besteht darin, das Schweigen zu brechen. Sexueller Missbrauch an Kindern und die Schamgefühle, die damit einhergehen, gedeihen in einer Atmosphäre des Schweigens. Nur wenn alle Beteiligten wegschauen, kann er ungesehen bleiben.

Du hast es bereits versucht?

Mit großer Wahrscheinlichkeit hast Du als Kind auf irgendeine Weise versucht auszudrücken, was Dir angetan wurde. Vielleicht hast Du sogar jemandem von dem Missbrauch erzählt. Vermutlich wurdest Du jedoch ignoriert oder nicht ernst genommen. Eventuell hat man Dich sogar als Lügner*in beschimpft oder Dir die Schuld gegeben. Oder wurde Dir immer wieder gesagt Du seist schlecht oder verrückt und hat Dich so zum Sündenbock der Familie gemacht?

„In Inzest Familien sind die Beziehungen verzerrt. Das Wichtigste – Grundvertrauen, Kommunikation und Sicherheit – fehlt, stattdessen gibt es Heimlichkeit, Isolation und Angst.“ Bass, Ellen & Davis, Laura (1990)

Wenn es Dir so oder ähnlich ergangen ist, hast Du verinnerlicht, dass das, was Du erfahren hast, zu schlimm ist, um ausgesprochen zu werden. Als Kind hast Du daraus gefolgert, dass Du selbst schlimm bist. Und so hast Du Dir angewöhnt zu schweigen, weil alles andere Deine Situation noch verschlimmert hätte.

Sexueller Missbrauch - Trauriger Junge

Vielleicht glaubst Du noch heute, dass es Dir schadet, wenn Du die Wahrheit aussprichst. Du hast Dich mit den Gefühlen der Scham und Einsamkeit arrangiert und entschieden zu schweigen.

Wage einen neuen Versuch!

Selbst wenn Du in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit der Wahrheit gemacht hast, es ist nötig, es jetzt erneut zu versuchen. Dein Leben lang trägst Du dieses schwere Geheimnis auf Deinen Schultern und damit auch die Verantwortung für die Täter. Wenn Du zum ersten Mal aussprichst, was passiert ist, ist das unsagbar befreiend. In diesem Moment akzeptierst Du nämlich, dass Du ein Opfer warst und gibst die Verantwortung dahin zurück, wo sie hingehört. Zu den Tätern.

„Einer anderen Person zu erzählen, was geschehen ist, hat eine starke heilende Wirkung, die das demütigende Gefühl, ein Opfer zu sein, auflösen kann.“ Bass, Ellen & Davis, Laura (1990)

Vertraue Dich einem Menschen an, der Dich respektiert und schätzt, bei dem Du Dich sicher fühlst und bei dem Du auch früher bereits über Deine Gefühle sprechen konntest. Das kann auch ein Therapeut oder eine Therapeutin sein.

Wenn Du niemanden hast, dem Du Dich anvertrauen kannst, sind Selbsthilfegruppen eine gute Wahl. Hier triffst Du auf Menschen, die dasselbe durchgemacht haben wie Du. Sie werden Dir glauben und dadurch wirst Du lernen, Dir selbst zu glauben.

Sollte Dir auch das noch zu schwerfallen, dann schreibe es wenigstens für Dich auf. Dieses Eingeständnis ist sehr schmerzhaft und bringt Deine bisherige Realität – die Welt, die Du kreieren musstest, um zu überleben – ins Wanken. Aber aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass es sich lohnt. Das Ende des Überlebens bedeutet, dass Du jetzt anfangen kannst, wirklich zu leben. Du wirst Dich selbst und das Leben mit der Zeit auf neue, bessere und kraftvollere Weise erfahren können.

Indem Du das Schweigen brichst,
wirst zum Vorbild für andere Betroffene
und leistest einen wertvollen Beitrag
zur Beendigung von Missbrauch an Kindern.

 

3. Distanz zu den Tätern

Bei der Annahme, den eigenen Missbrauch aufarbeiten zu können, während Du weiterhin im Kontakt mit den Tätern stehst, kann es sich um Vermeidungsverhalten handeln, mit dem Du Mitgefühl für Dich selbst untergräbt.

Du musst Dir bewusst darüber werden, dass in Dir noch immer dieses kleine Kind ist, das dem Missbrauch schutzlos ausgeliefert war. Es sind die Gefühle des inneren Kindes, die für Deine Heilung gefühlt und integriert werden wollen. Dieser kindliche Anteil in Dir muss sich absolut sicher fühlen, damit er sich Dir zeigt und es liegt an Dir dafür zu sorgen!

Inneres Kind

Erst wenn Du Mitgefühl für Dich selbst und Deine Missbrauchserfahrungen entwickelst, kann sich auch Deine unterdrückte Wut auf die Täter ausdrücken. Das ist ein notwendiger und heilsamer Schritt und es gibt keinen Grund, Dich dafür zu schämen oder schuldig zu fühlen. Du bist heute erwachsen und selbst verantwortlich für Dein Leben. Es ist Deine Pflicht, alles Notwendige zu unternehmen, um zu heilen und den Missbrauch aus Deiner Kindheit aufzuarbeiten.

Kontakt zu den Tätern sollte auf dem Heilungsweg nur dann eine Option sein, wenn diese bereit sind, Dir zu glauben, die Taten offen zuzugeben, Reue auszusprechen und sich in therapeutische Hilfe zu begeben. Aber wie realistisch ist es, dass dieser Fall eintritt, wenn Du die Täter mit Deiner Erfahrung konfrontierst?

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sie Dich weiterhin nicht ernst nehmen und die Taten abstreiten oder herunterspielen. Mit Sätzen wie „Lass die Vergangenheit doch endlich mal ruhen“, wollen sie weitere Konfrontationen vermeiden. In einem Umfeld, dass die Wahrheit verleugnet, kannst Du nicht heilen. Also lass Dich davon bitte nicht unterkriegen!

Verbinde Dich mit Menschen, die Dir glauben, Dich ernst nehmen und Dir helfen, Deine Traumatisierungen aufzuarbeiten. Und scheue Dich nicht, Dir therapeutische Unterstützung zu suchen.

Vor allem, wen es sich bei den Tätern und Mittätern um Mitglieder der eigenen Familie handelt, ist die Vorstellung eines Kontaktabbruchs mit großen Ängsten und Zweifeln verbunden. Du solltest Dir im Klaren darüber sein, dass in Familien mit Traumahintergrund oft massive Verstrickungen wirken.  Wie Du diese auflösen kannst, erfährst Du in diesem Beitrag: 

4. Finde Dein Wofür

Der Weg der Ganzwerdung nach sexuellem Missbrauch in der Kindheit ist schmerzhaft und lang. Aber es lohnt sich in ihn zu gehen, denn mit jedem Schritt, den Du gehst, entwickelst Du mehr Kraft und Zuversicht.

Hinter den Traumagefühlen wartet ein neues Leben auf Dich. Es ist das Leben, das Du von Anfang an verdient hättest! Du selbst kannst Dir dieses Leben jetzt schenken!

Um auf dem Weg zu bleiben und bei Herausforderungen nicht aufzugeben, hilft Dir ein Wofür! Finde also einen Grund, der Dich daran erinnert, warum Du das alles machst. Entdecke Deine persönlichen Kraftquellen und schöpfe so oft wie möglich aus ihnen. Versuch an etwas zu glauben, das größer ist als Du. Finde heraus, wofür es sich lohnt zu leben. Und dann fang damit an!

Heilung sexueller Missbrauch

Bei mir war es zunächst eine innere Stimme, die mir immer wieder zugeflüstert hat, dass es einen Sinn für all das geben muss. Ich wusste insgeheim, dass ich nicht umsonst auf dieser Welt bin und ich wollte herausfinden, warum.

Nachdem ich die Schritte eins bis drei umgesetzt hatte, entstand in mir der Wunsch, anderen Menschen zu helfen, denen Ähnliches widerfahren ist. Auf diese Weise habe ich meine Berufung erkannt, nämlich das Schreiben, das ich schon von klein auf liebte. Dieses Wofür ist mein Antreiber. Es motiviert mich, am Ball zu bleiben und schenkt mir Kraft.

Wenn Du keine Idee hast, was Dein Wofür sein könnte, dann begib Dich auf die Suche. Vielleicht bist Du auch schon immer einer Sache sehr gerne nachgegangen, aber bisher fehlte Dir der Glaube an Dich selbst und daran, damit je etwas erreichen zu können. Oder wenn Du eigene Kinder hast, können sie Dein Wofür sein. Für ein Kind gibt es kein wertvolleres Geschenk als Eltern, die sich trauen hinzusehen, um zu heilen!

Ein Wofür hast Du mit Sicherheit schon jetzt:
Für Dich selbst ein freies und erfülltes Leben gestalten!

Mit diesen vier Schritten hast auch Du die Möglichkeit, Einfluss auf Deine Heilung nach sexuellem Missbrauch zu nehmen. Bitte gehe ganz behutsam und in Deiner Zeit einen Schritt nach dem anderen. Mach Dir immer wieder bewusst, dass Du das Schlimmste, den Missbrauch selbst, bereits überlebt hast.

Besinne Dich darauf, dass diese schrecklichen Erfahrungen Dich auch stark gemacht haben. Solltest Du Dir Deiner Stärken (noch) nicht bewusst sein, hilft Dir vielleicht die Übung für mehr Selbstwertgefühl auf meiner Für Dich-Seite oder die Übung aus dem Beitrag Missbrauch und Trauma als Chance.

Ich glaube fest an Dich und weiß, dass auch Du Schritt für Schritt von Deinen Wunden heilen kannst. Vergiss bitte nie: Es ist schön, dass Du da bist!

Quellenverweise: 

Bass, Ellen & Davis, Laura (1990): Trotz allem. Wege zur Selbstheilung für sexuell missbrauchte Frauen, 1. Ausgabe, Berlin

Inneres Kind

Dein inneres Kind – Die wichtigste Beziehung in Deinem Leben

Dein inneres Kind ist die wohl wichtigste Beziehung Deines Lebens. Warum das so ist und wie Du Dein Kind zu Dir einladen kannst, um eine liebevolle Beziehung aufzubauen, erfährst Du in diesem Beitrag. Außerdem gebe ich Dir Übungen an die Hand, mit denen Du Dein inneres Kind ins Hier und Jetzt holst, um es in seiner Weiterentwicklung zu unterstützen.

Warum ist Dein inneres Kind so wichtig?

Wir alle tragen ein kleines, verletztes Kind in uns, denn wir alle haben in unserer Kindheit Verletzungen davongetragen, die meisten von uns wurden sogar traumatisiert. Wenn wir als Kinder verletzt und gedemütigt wurden, konnten wir nicht einfach unsere Koffer packen und gehen. Wir waren gezwungen, uns anzupassen und meist war das nur möglich, indem wir die schlimmen Gefühle in unser Unbewusstes verdrängt haben. Unser ganzes Leben versuchen wir diese schmerzhaften Erfahrungen dort zu vergraben, weil wir glauben, es nicht ertragen zu können, noch einmal damit in Berührung zu kommen.

Auch wenn wir es schaffen, unsere verletzenden Kindheitserfahrungen so weit zu verdrängen, dass wir damit nicht in bewusstem Kontakt sind, wird unser gesamtes (Er-) Leben unbewusst von den Prägungen unserer Kindheit beeinflusst. Es sind die tief verankerten Überzeugungen unseres Kindes, die unsere Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken und Handlungen im Hier und Jetzt lenken.

Das innere Kind ist sozusagen die Summe unserer kindlichen Prägungen – guter wie schlechter, die wir durch unsere Eltern und andere wichtige Bezugspersonen erfahren haben. Stahl, Stefanie (2015)

Solange das Kind auf der Erfahrungsebene von damals allein bleibt, werden wir in bestimmten Situationen selbst immer wieder zu diesem Kind. Eine Geste, ein Blick oder das Wort eines anderen Menschen kann ausreichen, um uns völlig aus der Bahn zu werfen. Wir fühlen uns dann womöglich überflutet von Gefühlen wie Hilflosigkeit, Angst, Scham oder Ekel. Vielleicht werden wir wütend und agieren das unserem Gegenüber aus.

Es sind dieselben Gefühle von damals, auf die wir auf dieselbe Weise reagieren, die uns einst geschützt hat. Weil die ursprüngliche Gefahr aus Deiner Kindheit längst vorüber ist, sind diese Reaktionsmuster in Deinem Erwachsenenleben meist unpassend. Dass wir emotional überreagiert haben, erkennen wir auch, sobald sich die Gefühle wieder beruhigt haben.

Die Zuwendung zu Deinem inneren Kind hilft Dir zu einer Erwachsenen zu werden, die in ihrem Leben und in ihren Beziehungen nicht länger von verdrängten Kindheitserfahrungen beeinflusst wird. Es geht nicht darum, zurück in alten Wunden rumzustochern, sondern die Gefühle, die im Hier und Jetzt Dein Leben beeinflussen, einzuordnen und zu heilen.

Verzweifelte Suche nach Liebe

Wenn wir in unserer Kindheit tiefe Verletzungen davongetragen haben, wurde uns die Liebe, Anerkennung und Geborgenheit verwehrt, die jedem Kind zusteht. Wir konnten kein Urvertrauen entwickeln, haben Probleme mit dem Selbstwertgefühl und Schwierigkeiten inneren Halt zu finden. Ohne das bewusst wahrzunehmen, suchen wir bis heute verzweifelt nach dieser elterlichen Zuwendung.

Wir versuchen noch immer unsere Eltern zu beeindrucken, um irgendwann doch noch ihre Anerkennung zu erhalten. Oder wir suchen bei unseren Beziehungspartnern, Kindern oder Vorgesetzten nach der Liebe, Anerkennung und Geborgenheit, die wir als Kinder nicht erfahren durften.

Wenn ein erwachsener Mensch im Außen nach elterlicher Zuwendung sucht, führt das über kurz oder lang natürlich zu Ent-täuschung auf allen Seiten. Keine äußeren Umstände und kein anderer Mensch kann die Wunden heilen, die Deine Kindheitserfahrungen hinterlassen haben. Nur Du selbst bist in der Lage, diese Wunden zu verarzten. Dafür ist es notwendig, den Anteil in Dir zu begrüßen, der damals so maßlos enttäuscht und verletzt wurde. Dein inneres Kind!

Dein inneres Kind

Den Widerstand aufgeben

Manchmal haben wir anfangs Widerstände gegen unser inneres Kind. Wir verknüpfen es mental mit der schlimmen Vergangenheit oder verurteilen es für seine Schwäche, die es damals erst ermöglicht hat, dass uns furchtbare Dinge angetan wurden.

Hinter dieser selbstverneinenden Betrachtungsweise verbirgt sich womöglich ein Schutzmechanismus. Vielleicht erscheint es Dir noch zu schmerzhaft anzuerkennen, wie groß Deine Verletzungen tatsächlich sind. Womöglich traust Du Dich auch noch nicht einzugestehen, dass die Menschen, die Du geliebt hast und die für Deinen Schutz verantwortlich waren, Dich allein gelassen oder Dir Schlimmes angetan haben.

Häufig taucht auch ein Widerstand auf, wenn es darum geht, die Eltern zur Verantwortung zu ziehen. Als Kinder lieben wir unsere Eltern bedingungslos, auch wenn sie uns Verletzungen zufügen. Wir fühlen uns schuldig, wenn wir sie jetzt kritisch betrachten sollen.

Meist sehen wir die Dinge auch nicht ganz klar. Weil wir als Kinder weiter in der Familie leben mussten, war es notwendig, ein Bild von unseren Eltern zu erschaffen, dass nicht die ganze Realität widerspiegelt. Dieses Bild jetzt mit der Wirklichkeit abzugleichen, kann sehr schmerzhaft sein. So schmerzhaft, dass wir vorziehen, mehr Verständnis für unsere Eltern aufzubringen als für uns selbst.

Es geht aber gar nicht darum, Deine Eltern anzuklagen oder zu verurteilen. Es geht einzig um die Anerkennung Deiner Gefühle. Du darfst Dich jetzt so wichtig nehmen, dass Du Deine Gefühle in den Mittelpunkt stellst.

Dein inneres Kind zu Dir einladen

Um eine liebevolle Beziehung zu Deinem inneren Kind herzustellen, darfst Du Dein inneres Kind zunächst zu Dir einladen. Es muss erfahren, dass Du Dich ihm jetzt zuwendest und nicht länger von Dir weist. Du kannst diese Einladung schriftlich, gedanklich oder verbal aussprechen. Oder am besten alles in Kombination. Deine Einladungssätze könnten wie folgt aussehen:  

  • „Liebes inneres Kind, ich lade Dich jetzt ein, Dich mir zu zeigen – Du bist willkommen“.
  • „Liebe (DEIN NAME), ich möchte Dich kennenlernen und habe die Absicht, ab jetzt für Dich da zu sein“.

Vielleicht hältst Du es auch für notwendig, Dich bei ihm zu entschuldigen, weil Du es solange ignoriert hast. Dann formuliere:

  • „Mein geliebtes kleines Ich, es tut mir Leid, dass ich Dich solange allein gelassen habe, ab jetzt möchte ich für Dich da sein“.

Ganz wichtig ist, dass Du ehrlich mit Dir und Deinem inneren Kind bist. Es merkt schnell, wenn Du Versprechungen machst, von denen Du selbst noch nicht weißt, ob Du sie halten kannst. Deshalb erkläre ihm lieber Deine ehrliche Absicht, ohne voreilige Versprechungen zu machen. Du kannst Deinem Kind auch offen anvertrauen, dass Du womöglich gerade noch etwas Angst vor seiner Nähe hast oder vielleicht sogar wütend auf es bist. Füge dann aber hinzu, dass Du an einer liebevollen Beziehung interessiert bist. Dein inneres Kind wird es zu schätzen wissen, dass Du ihm auf Augenhöhe begegnest.

Wenn Du Dich erstmalig Deinem verletzten Kind zuwendest, geht es erst mal darum, Vertrauen aufzubauen. Dein inneres Kind wurde so lange allein gelassen, dass es vielleicht etwas Zeit braucht, bis es sich traut, sich Dir zu zeigen. Sei geduldig und nachsichtig und sprich ihm gut zu, dass es sich in seiner Zeit zeigen darf.

Dein inneres Kind - Die wichtigste Beziehung Deines Lebens

Dein inneres Kind wartet sehnsüchtig darauf, endlich gesehen und gehört zu werden. Wenn Du es immer wieder einlädst, wird es Deine Einladung früher oder später annehmen. Das kann über Deine Gefühle, Gedanken, innere Bilder oder auch über Träume geschehen. Sei aufmerksam und lausche.

Deinem inneren Kind neue Überzeugungen schenken

Sobald sich Dir Dein inneres Kind mitteilt, wirst Du unweigerlich mit seinen inneren Überzeugungen konfrontiert werden. Aufgrund der verletzenden Kindheitserfahrungen hat Dein inneres Kind viele negative Glaubenssätze über sich selbst und das Leben verinnerlicht.

Es glaubt vielleicht wertlos zu sein, dumm oder sogar böse. Womöglich denkt es tief im Inneren eine Last für andere zu sein oder immer für andere da sein zu müssen.

Solche tief verankerten Überzeugungen beeinflussen Dein gesamtes Leben und sollten deshalb schleunigst überprüft und aktualisiert werden.

Nimm Dir Zeit, um alle Glaubenssätze und Überzeugungen aufzuschreiben, sobald sie Dir im Kontakt mit Deinem inneren Kind bewusst werden. Schau Dir die Liste, die Du jederzeit erweitern kannst, dann in Ruhe an und überlege Dir, wie Du die jeweiligen Überzeugungen ersetzen möchtest. Meist eignen sich gegenteilige Entsprechungen:

Ich bin wertlos                      ->               Ich bin wertvoll 

Ich bin ein Last                      ->               Ich bin eine Bereicherung 

Ich muss funktionieren       ->               Ich darf einfach sein 

Ich muss für Dich da sein   ->               Ich darf mich abgrenzen 

Ich persönlich arbeite schon seit vielen Jahren mit Glaubenssätzen und habe gute Erfahrungen damit gemacht, sie aufzuschreiben und täglich durchzulesen oder sie aufzusprechen und vorm Einschlafen anzuhören. Wichtig ist, dass die Formulierung der neu gewählten Glaubenssätze sich stimmig für Dich anfühlt und Du regelmäßig damit arbeitest. Es braucht viel Zeit und Geduld, um die jahrzehntelang verinnerlichten Überzeugungen gegen neue zu ersetzen.

Wenn Du Dich tiefer mit Deinen Glaubenssätzen auseinandersetzen möchtest, empfehle ich Dir das Buch *Das Kind in Dir muss Heimat finden: Der Schlüssel zur Lösung (fast) aller Probleme von Stefanie Stahl (2015).

„Erfolgsautorin Stefanie Stahl hat einen neuen, wirksamen Ansatz zur Arbeit mit dem inneren Kind entwickelt: Er geht on dem verletzten „Schattenkind“ aus, in dem unsere negativen Glaubenssätze und die daraus resultierenden belastenden Gefühle abgespeichert sind. Wenn wir Freundschaft mit ihm schließen, lässt sich das „Sonnenkind“ befreien – unser lebenszugewandter freudiger und starker Wesenskern, der glückliche Beziehungen und ein Leben in Fülle erst möglich macht.“

Affiliate-/Werbelink: Wenn Du Dir das Buch über diesen Link kaufst, unterstützt Du meine Arbeit, ohne das Dir dadurch ein Nachteil entsteht. Lieben Dank!

Eine liebevolle Beziehung gestalten

Um eine liebevolle Beziehung zu Deinem inneren Kind aufzubauen, musst Du in erster Linie den Raum schaffen, in dem es mit all seinen Gefühlen sein darf. Dein Kind leidet noch immer unter den schrecklichen Gefühlen der Vergangenheit. Es trägt diese Last ganz allein auf seinen Schultern und wartet sehnsüchtig darauf, dass Du ihm diese Last abnimmst, damit es endlich einfach Kind sein darf.

Es geht also darum, eine Beziehung zwischen der Erwachsenen, die Du heute bist und dem Kind von damals in Dir herzustellen. Als Erwachsene kannst Du für Dein Kind da sein und ihm die Liebe, Anerkennung und Geborgenheit schenken, die es verdient hat.

Dafür begleitest Du es in seinen Gefühlen, spendest ihm Trost und bleibst an seiner Seite. Drei Bedürfnisse Deines inneres Kindes solltest Du bei der Kommunikation besonders beachten:

1.) Es will gesehen und ernst genommen werden.

2.) Es will seine Gefühle ungehindert ausdrücken können.

3.) Es will Gewissheit, dass Du da bist.

Wenn Dein inneres Kind seine tief verwundeten Gefühle also zum Ausdruck bringt, dann verdeutliche, dass Du es siehst und ernst nimmst, indem Du wiederholst, was es Dir sagt oder zeigt:

„Ich sehe, wie traurig, wütend, ängstlich…Du bist. Das ist ok. Alles darf sein.“

Versuche dabei nicht in Erklärungen oder Rechtfertigungen zu gehen. Es geht einzig und allein darum Dein inneres Kind mit all seinen Gefühlen da sein zu lassen und für es da zu sein!

Um Deinem inneren Kind die Gewissheit zu geben, dass Du da bist und nicht weggehst, füge dem oben genannten Satz hinzu:

„Ich bin da und ich gehe nicht weg.„ und/oder „Du bist jetzt nicht mehr allein.“

Wenn wir schaffen unseren Gefühlen regelmäßig auf diese Weise zu begegnen, findet unser inneres Kind Heilung. Es kann Fortschritte in seiner Entwicklung machen, die gewissermaßen eingefroren war. Du befreist Dein Kind aus der Vergangenheit und holst es ins Hier und Jetzt!

Übungen, um Dein inneres Kind ins Hier und Jetzt zu holen

Es gibt zahlreiche Übungen, um das Vertrauen zu Deinem Kind zu stärken und ihm zu verdeutlichen, dass Du im Hier und Jetzt an einer Beziehung mit ihm interessiert bist. Einige, die ich selbst gerne anwende, stelle ich Dir jetzt vor. Bitte lass Dich nicht davon abschrecken, wenn Dir die Übungen am Anfang etwas komisch vorkommen. Es wird sich auszahlen, es zu probieren und über Deinen Schatten zu springen.

1. Einen Brief an Dein inneres Kind schreiben

Mach es Dir gemütlich und stimme Dich liebevoll auf diese Übung ein. Konzentriere Dich für ein paar Minuten auf Deinen Atem bevor Du beginnst und komme ganz im Moment an. Dann beginne intuitiv drauf loszuschreiben. Schreib einfach alles auf, was Dir in den Sinn kommt. Vielleicht möchtest Du Deinem Kind etwas Bestimmtes sagen, womöglich Sätze, die Du als Kind selbst gerne gehört hättest. Vielleicht möchtest Du ihm auch Fragen stellen.

Je öfter Du diese Übung durchführst, umso wirkungsvoller! Dein Kind-Anteil spürt, dass Du Dir Zeit nimmst und Dich ihm aktiv zuwendest. Vielleicht möchte Dir das Kind dann sogar antworten und Dich wissen lassen, was es sich wünscht oder was es braucht. Du kannst die Übung dann gleichermaßen durchführen, nur aus der Position des Kindes.  

2. Mit einem Kinderfoto von Dir sprechen

Eine weitere hilfreiche Übung ist es Dir ein Foto von Dir als Kind herauszusuchen und laut mit ihm zu sprechen. Wähle ein Foto aus der Zeit, von der Du glaubst, dass Dein Kind besonders gelitten hat. Dann sieh es Dir in aller Ruhe an und versuch zu erkennen, wie verletzlich und unschuldig Du damals warst. Erlaube den Schmerz darüber, dass Du nicht beschützt wurdest und sprich mit diesem kleinen Ich von Dir und sag ihm, wie schlimm das alles war, und das Du jetzt da bist und mit ihm fühlst.

3. Dein inneres Kind in Entscheidungen einbeziehen

Diese Übung, die ich aus dem Buch *Befreie dein inneres Kind: Wie Sie sich selbst geben, was Ihnen Ihre Eltern nicht gaben von Mike Hellwig (2007) abgeleitet habe, kannst Du immer machen, wenn Du vor wichtigen Entscheidungen stehst. Dabei wirst Du feststellen, was für ein wertvoller Berater Dein inneres Kind für Dich sein kann!

Lege für die Übung zwei Kissen gegenüber voneinander auf dem Boden oder Deinem Bett aus (Du kannst auch zwei Stühle nehmen). Auf eins der Kissen legst Du ein Foto von Dir als Kind und auf das andere ein aktuelles Foto von Dir als Erwachsene.

Setze Dich zunächst auf das Kissen mit dem Erwachsenbild und stelle Dir vor, Du würdest jetzt wirklich vor Dir als Kind sitzen. Sprich Dein Kind liebevoll an und frage es, wie es zu Deinem Anliegen steht.

Stehe dann von dem Kissen auf und setze Dich auf das gegenüberliegende Kissen. Jetzt nimmst Du die Rolle Deines inneren Kindes ein. Schließe kurz die Augen, nimm Dir Zeit um Dich einzufühlen und stell Dir vor, wie Dein erwachsenes Ich gerade mit Dir gesprochen hat. Spüre in Dich hinein, welche Bilder, Worte oder Gefühle in Dir aufkommen und Teile sie Deinem erwachsenen Ich mit. Vielleicht sind da auch Wünsche und Bedürfnisse, die erfüllt werden wollen.

Im Anschluss wechselst Du wieder die Position. Jetzt ist es wichtig, dem Kind noch mal zu spiegeln, was Du gehört hast. Egal was es Dir gezeigt hat, erlaube ihm da zu sein und versichere ihm, dass Du nicht weggehst.

Ihr könnt den Dialog weiter fortführen, bis es sich stimmig anfühlt, den Austausch zu beenden. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat Dir Dein Kind-Anteil gezeigt, was es hinsichtlich Deines Vorhabens denkt, braucht oder fühlt.

Wenn Dein Kind vor etwas Angst oder Widerstand hat, heißt das aber nicht zwangsläufig, dass Du als Erwachsene Dein Vorhaben einstellen musst. Manchmal braucht Dein Kind dann nur Deinen Zuspruch, um sich sicher in Deiner Entscheidung zu fühlen. 

Durch diese Übung lernst Du die Gefühle Deines inneren Kindes von Deinen erwachsenen Bedürfnissen zu unterscheiden. Bei regelmäßiger Anwendung wirst Du merken, wie Du automatisch liebevollere und verantwortungsbewusstere Entscheidungen für Dein Leben triffst.

4. Werde zu den Eltern, die Du Dir als Kind gewünscht hast

Bei dieser wirkungsvollen Übung heilst Du die Wunden Deiner Kindheit, indem Du mit Dir selbst so umgehst, wie Du es Dir von Deinen Eltern gewünscht hättest. Du kannst die folgende Liste nach Belieben ergänzen und am besten versuchst Du einige der Punkte zu festen Gewohnheiten in Deinem Leben zu machen:

    • lob Dich für jede Kleinigkeit und sag Dir, wie stolz Du auf Dich bist,
    • höre Dir aufmerksam zu und nimm Dich dabei ernst
    • sei für Dich da, ohne Dich abzulenken,
    • tröste Dich, wenn Du traurig bist,
    • nimm Dich ganz oft selbst in den Arm,
    • sag Dir jeden Tag, wie wundervoll Du bist,
    • erlaube Dir das zu tun, was Dich glücklich macht (und Dir guttut),
    • höre auf Deine Wünsche und Bedürfnisse,
    • fördere Dich und sei dabei liebevoll und geduldig mit Dir,
    • erlaube Dir zu träumen,
    • lerne spielerisch und leicht,
    • schau Dir Trickfilme an,
    • lies Dir Kinderbücher vor,
    • Lache, Tanze, Singe und Spiele!

5. Mit Deinem inneren Kind spielen

Wie alle Kinder, liebt es auch Dein Kind zu spielen! Es sehnt sich danach, endlich einfach Kind sein zu dürfen. Erlaube es ihm, indem Du gemeinsam mit ihm spielst.

Du kannst zum Beispiel auf einen Spielplatz gehen, auf ein Klettergerüst klettern, eine Rutsche hinunterrutschen oder so hochschaukeln, dass es im Bauch anfängt zu kribbeln.

Finde heraus, was Deinem Kind Freude bereitet. Vielleicht sind es noch immer die Sachen, die Du als Kind geliebt hast. Warst Du gern im Schwimmbad, hast gern gebastelt, getanzt oder gesungen?

Vielleicht möchte Dein Kind auch ein Instrument spielen lernen. Oder es wünscht sich ein Kuscheltier. Egal was es ist, nimm es ernst und erfülle Deinem Kind seine Wünsche!

Wenn Du die Übungen häufig wiederholst, wird Dein inneres Kind zwangsläufig ein fester Bestandteil Deines täglichen Bewusstseins. Eurer liebevollen Beziehung steht dann nichts mehr im Weg!

Mit der Zeit  wird Dein inneres Kind gemeinsam mit Dir zu einer glücklichen erwachsenen Frau heranwachsen, die sich ihres Wertes bewusst ist, selbstsicher auftritt und in der Lage ist, auf konstruktive Weise in Beziehung zu treten.

Wie nah stehst Du zum jetzigen Zeitpunkt Deinem inneren Kind? Welche Methoden nutzt Du, um für es da zu sein? Oder entspricht dieser Ansatz vielleicht überhaupt nicht Deinen Überzeugungen? Ich bin gespannt und freue mich, wenn Du Deine Erfahrungen in einem Kommentar mit mir teilst.

Schön, dass Du da bist!

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